Für einen achtsam-bewegten Start in den Tag

➜ Dieses Video ist in ganzer Länge exklusiv bei YOGAMOUR plus 🔐 zu sehen!
Das hier ist nur eine Vorschau.

Es ist geschafft und ich habe den YOGAMOUR-Sonnengruß „gentle“ neu für euch verfilmt, diesmal in Sydney, ganz früh am Morgen, irgendwo zwischen Bondi und Bronte. Ganz sanft, fast ohne Liegestützen, nur zwei halbe sind dabei ;))… .

Es liegt mir sehr am Herzen, alte Vinyasa Flows aus YOGAMOUR zu verbannen, in denen ich z.B. auf „Mula Bandha“ (mit der Erklärung: Beckenboden nach innen oben ziehen) beharre und euch den sogenannten „Swan Dive“ (aus dem Stand mit gestreckten Beinen nach vorne unten beugen) vorübe. Das sind Methoden, die vor 10 Jahren noch üblich waren, von denen ich mittlerweile nicht mehr viel halte.

Ein konstant nach „innen und oben gezogener, fester Beckenboden“, so wurde der sogenannte Wurzelverschluss, Mula Bandha, früher unterrichtet, fügt dem Gesamtsystem Körper eher Schaden zu. Die Muskulatur des Beckenbodens wird auf diese Weise nicht geschmeidig, kräftig und beweglich gemacht, sondern einfach nur „fest“ und starr gehalten.

In jedem gesunden Beckenbodentraining lernen wir (Frauen und Männer), dass sich der Beckenboden wie ein funktionierendes Trampolin anfühlen darf, gut aufgespannt, elastisch und stark, nicht durchhängend wie eine Hängematte und nicht steif wie ein Brett. Ihr alle könnt euch vorstellen, dass ein Muskel, der konstant kontrahiert, z.B. während der Yogapraxis, eher fest und steif wird, als elastisch und geschmeidig. Deshalb betrachte ich Mula Bandha  als einen „Energieverschluss“, der z.B. bei Pranayama-Übungen gezielt und achtsam zum Einsatz kommen und auch für ein paar Augenblicke gehalten werden darf, um dann, beim Nachspüren, wieder entspannen darf. Anspannen und Entspannen ist das nachhaltigere Prinzip und wird in jedem guten Beckenbodentraining genau so unterrichtet.

Was das gesunde Bücken und Aufrichten angeht, bin ich mittlerweile eine Verfechterin von gebeugten Knien. Für die Rückenmuskulatur ist diese Art des Nach-unten- und nach- oben-Kommens eine gesunde und kräftigende Übung. Die wenigsten von uns haben so flexible Beinrückseiten, dass das Bücken mit gestreckten Beinen eine Wohltat ist. Aber bei gebeugte Knien und gleichzeitig gestrecktem Rücken kann Bücken eine Wohltat für den Rücken sein, bestes Rückentraining gar!

Ich wünsche euch viel Freude beim Sonne grüßen! Auf mehr Qualität statt Quantität 🙂 !

Alles Liebe,

Eure Bärbel