Spüren – erkennen – loslassen – nachhaltig profitieren! Eine ganz einfache Yoga-Sequenz

➜ Dieses Video ist in ganzer Länge exklusiv bei YOGAMOUR plus 🔐 zu sehen!
Das hier ist nur eine Vorschau.

Die alte YOGAMOUR-Folge mit genau diesem Titel „Let Go“ habe ich vor sieben oder acht Jahren aufgeschrieben und vorgeübt. Damals galten die sitzenden Asanas des „Sich-nach-vorne-Beugens“ als DIE āsanas des Loslassens, des „Sich-Zurückziehens“ und damit als āsanas, die zu ruhigerem Atmen, Stille und Kontemplation einladen… und außerdem die Körperrückseite dehnen. Intensives Dehnen löst der Erfahrung nach bei vielen Yogis oft ein Gefühl der Entspannung aus. Ich habe Vorbeugen gerne und viel geübt und wollte sie deshalb damals den YOGAMOUR Yogis auf keinen Fall vorenthalten.

Mittlerweile gilt der Spruch: „Sitzen ist das neue Rauchen!“ Zum Glück kann sich in acht Jahren unheimlich viel tun! Yogatherapie-Fortbildungen, die Wissenschaft rund um fasziales Gewebe und natürlich die Erfahrung, die Yogalehrer und Therapeuten mit jedem Jahr sammeln, zeigen, dass wir Menschen alle ausnahmslos zu viel sitzen und wir aufgrund von angewöhnten Haltungsfehlern die natürlichen Kurven unserer Wirbelsäule mehr und mehr aufgeben (chronischer Kopfvorschub, unbewusste posteriore Beckenkippung, verkümmerter Psoas, verkürzter Pectoralis Major, verspannter Trapezius usw) – mit entsprechenden Folgen.

Das Dehnen der Körperrückseite kann nicht dazu beitragen, einen alltagsbedingt ständig nach vorne gebeugten Körper in eine aufrechte Haltung zu bringen. Der Rücken wird so nicht gekräftigt. Auch nicht die Bauchmuskeln. Die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule werden nicht entlastet, im Gegenteil. Hmmmm…. . Was ist denn nun richtig? Und was falsch? Nie wieder Vorbeugen?

Hier ist eine Lösung:

  1. Selbstverantwortung übernehmen und spüren, was gut tut.
  2. Generell ist Kräftigung und Mobilisierung nachhaltiger als zu viel Dehnen – und genau das bekommt ihr mit diesem Yogavideo.
  3. Fragt euch vor jeder Yogapraxis „Wie fühle ich mich? Was habe ich heute den ganzen Tag gemacht? Was sagt mein Rücken? Was der Rest des Körpers? Was spricht mein Verstand? Welche āsanas machen heute Sinn für mich?“ Entscheidet dann, wie ihr die vom Lehrer vorgeschlagenen āsanas ausführt. Und profitiert nachhaltig und auf Lebenszeit von eurer bewussten Yogapraxis.

Es mag sein, dass sich Körper und Geist ohne wie bisher im Yoga gelehrtem intensiven Dehnen anders anfühlen. Es kann aber auch sein, dass aufgrund einer kraftvollen Aufrichtung im Alltag alle anderen Stunden jenseits der Yogamatte weitaus entspannter sind als vorher. Und das sind viiieele Stunden. Entscheidet selbst ☺!

Wichtig: Mein Statement hier heißt auf keinen Fall, dass ihr nie wieder dehnen sollt und dass Dehnen total schädlich ist, nein! Die Menge macht das Gift und es gilt, das eigene, individuelle Maß zu finden.

Diese YOGAMOUR-Folge „Let Go – überarbeitet“ ist mein Vorschlag zum Loslassen alter Yogamuster. Für eine aufrechte innere und äußere Haltung.

Eure Bärbel