Noch mehr Yogaübungen mit Fokus Bauchmuskeln

⚠️ Das ist nur eine Vorschau: das komplette Video kannst du auf YOGAMOUR plus ansehen.

Die letzte Starke Mitte des Yogi-Folge hatte ich im Februar 2018 im Garten von Freunden gedreht, in Warriewood, ganz in der Nähe von Sydney. Ich habe mich damals (wie heute) bemüht, euch Āsanas zu vermitteln, die die Bauchmuskeln kräftigen, die Körpervorderseite dabei aber nicht zu sehr in die Verkürzung bringen (siehe Tipp weiter unten).

Für diese Folge sind wir wie so oft mit dem Rad losgezockelt. Ich habe ein wunderschönes Plätzchen an der Isar ausgemacht, ca. eine halbe Stunde von unserer Haustür in München-Schwabing entfernt. Dort radle ich immer wieder hin, wenn ich Luft brauche. Dort, am Fluss, werde ich ruhig und friedlich, ganz ohne Anstrengung. Wasser, Steine, Grün. Einfach da.

Das Licht hat nicht ganz mitgespielt. Wir waren diesmal nicht alleine an meinem sonst so friedlichen Plätzchen. Und die kraftvollen Hip Hop Beats einer Gruppe Jugendlicher, die dort auch Ruhe zu suchen schienen ( 😀 ) verunsicherten mich zunächst sehr. An das Gefühl, beim Filmen beobachtet zu werden, kann ich mich auch nicht wirklich gewöhnen. Es gab mehrere Gründe, mit leeren Händen nach Hause zu fahren, aber nein! Wir haben es durchgezogen, es ging natürlich gut. Welches Werkzeug hat mir geholfen? Ihr ahnt es bestimmt: der Atem. Sobald ich mich darauf konzentrierte, achtsam Atem und Bewegung zusammenzubringen, kam ich in den Flow und alles andere um mich herum wurde unwichtig… auch beim Dreh ein Geschenk.

Wie geht es euch beim Üben? Hilft euch die Kombi Atem-Bewegung auch, abzutauchen und auf mentaler Ebene Frieden zu finden? Ich habe erst vorgestern in dem Buch Frag den Buddha in dir und geh den Weg des Herzens von Jack Kornfield gelesen, dass alles, was die Qualität hat, zu erden, also das, was Boden unter die Füße gibt, dabei unterstützt, eine ausbalancierte Aufmerksamkeit aufzubauen (S. 23). Er bezog sich auf die Zeit seines Promotion-Studiums an einer staatlichen psychiatrischen Klinik. Während seiner Zeit dort dachte er als Buddhist und sehr erfahren in Meditation, er könnte den Patienten Meditation beibringen. Er musste jedoch lernen, dass Menschen, die sich längst in ihrem Geist verloren haben mit Yoga āsanas, Gärtnern oder Tai Chi besser abgeholt werden können, als mit stillem Sitzen.

Um den Faden zu spinnen: Sollte euch Meditation schwer fallen, übt zunächst āsanas. Bleibt aber neugierig und probiert immer wieder mal aus, wie sich das stille Sitzen und Meditieren nach einer runden Yogasession anfühlt. Und wenn ihr die heutige  „Starke Mitte des Yogi 2“ geübt habt, wünscht ihr euch vielleicht sogar in die Stille und übt zum Beispiel die Ozean-Meditation.

Tipp:

Euch darf bei bauchmuskelkräftigenden Übungen bewusst sein, dass ihr damit überwiegend Muskulatur der Körpervorderseite ansprecht. Wenn ihr das im Übermaß tut, beschwert sich irgendwann die Körperrückseite, also Rückenmuskulatur, weil sie ausgleichen möchte. Versucht deshalb immer, abwechslungsreich zu üben und auch anderen YOGAMOUR-Folgen Zeit zu schenken. Das ist mit Sicherheit, was die Ganzheit eures Körpers angeht, einfach nachhaltiger. Und signalisiert auch dem Geist, sich nicht nur in eine Richtung zu bewegen 😉 .

Viel Freude in der Kraft wünscht

Eure Bärbel