Sechs Monate habe ich in Marokko unterrichtet, einen Haufen neuer Erfahrungen gesammelt (yogadidaktischer und interkultureller Natur) und euch einen Sack voll Sonne, aber auch ein neues YOGAMOUR-Video mitgebracht.

Marokko ist ein Land voller Gegensätze. Freundliche Menschen, wunderschöne Landschaft, Wüste, Ozean, Palmen-Oasen, Farben, Gerüche und Geräusche wie aus 1001 Nacht – ein Traum! Patriarchalisch geprägt, die Stellung der Frau immer noch fragwürdig (nach unseren Maßstäben), umweltverschmutzt – kein Alptraum, sondern für uns Europäer sehr gewöhnungsbedürftig. Nach vielen Gesprächen mit Marokkanern, Beobachtungen des marokkanischen Lebens und dem ausführlichen Lesen von Reiselektüre fing ich an, zu verarbeiten, zu begreifen, vor allem mich selbst.

Kaum begibt man sich auf unbekannte Pfade, weit weg von der Heimat, weg von den bequemen, bekannten Gewohnheiten und Verpflichtungen, wird man intensiv mit seinem Selbst konfrontiert. Kindliche Neugierde aber auch Unsicherheit, Abenteuerlust aber auch Angst vor der Fremde, pure Freude aber auch tiefe Trauer begleiteten mich stets als Gast im fremden Land Marokko. Der Wunsch nach innerem Frieden wurde immer wieder aufs Neue erschüttert von den wilden Gedanken und Urteilen, die durch meinen Kopf wirbelten.

Annehmen und Loslassen, ohne zu urteilen – wie oft habe ich euch davon erzählt – in vielen YOGAMOUR-Videos und auch in meinen Stunden. Und deshalb übe ich Yoga, um das zu lernen, immer wieder aufs Neue. Inshallah!

P.S.: Meine marokkanischen Hammam-Freundinnen, ein paar junge Marokkanerinnen und ihre Chefin Amina, haben sich bei meinem letzten Hammam-Besuch alle YOGAMOUR-Videos angesehen. Sie waren Feuer und Flamme. Sie wollen alle YOGAMOUR üben, sie brauchen keinen Text dazu. Sei ja auch besser ohne Stimme, denn Yoga ist ja eine Religion, meinen sie, und somit für ihre muslimischen Ohren nicht geeignet… Ich stelle sie mir beim Üben vor und muss glücklich lächeln!

Yoga
Mit dieser YOGAMOUR Yoga-Sequenz dehnen, strecken, drehen, stärken und auf den Kopf stellen; mit Alternativen für geübte und weniger geübte Yogis (Anfänger).

Musik:
Intro: Bearagi & Anjaneya by Jason KaliDas
Mr. Guru by Laurie Biagini (musicalley.com)